PEELING

PEELING

Was versteht man unter Peeling, wenn es im Rahmen einer ästhetischen Behandlung durchgeführt wird?
Im Gegensatz zu den von Patienten selbst durchführbaren Peelings, die mechanisch die oberflächliche Hornschicht abtragen und so ein frischeres Aussehen verleihen, werden bei den von Ärzten durchgeführten Peeling-Behandlungen verschiedene zum Teil auch natürlich vorkommende Säuren verwendet, um Altersflecken zu entfernen und Falten zu mildern.

Welche Peelings gibt es und welche Veränderungen können damit behandelt werden?
In Abhängigkeit von der verwendeten Säure ist das Peeling und damit der zu erwartende Effekt unterschiedlich stark.
Fruchtsäuren wirken oberflächlich, führen zu einer kurzfristigen Rötung und einer kaum wahrnehmbaren Abschuppung. Üblicherweise werden mehrere Sitzungen durchgeführt, um den Effekt zu intensivieren. Vorteil der Fruchtsäure ist, dass keine Auszeit genommen werden muss. Eingesetzt wird das Fruchtsäurepeeling zur Auffrischung der Haut bei beginnenden Altersveränderungen und bei Akne.
Trichloressigsäure hat eine deutlich stärkere Tiefenwirkung und kann daher Hautfältchen sichtbar verbessern. Als Folgereaktion kommt es zu Gesichtsschwellungen und einer vorübergehenden dünkleren Färbung der Haut, die dann sichtbar abschilfert. Die Reaktion erinnert an einen starken Sonnenbrand. Eine einmalige Behandlung ist ausreichend. Sie sollten aber eine Auszeit von mehreren Tagen einrechnen bis die Reaktionen abgeklungen sind. Dieses Peeling wird zur Behandlung von Falten und Pigmentverschiebungen eingesetzt.
Ein mit Phenol durchgeführtes Peeling ist in seinem Effekt mit einer Laserbehandlung vergleichbar. Die Anwendung ist äußerst schmerzhaft, darüber hinaus kann es auch bei fachgerechter Anwendung zu Störungen der Herzfunktion kommen. Eine Herzüberwachung ist daher obligat. Mit massiven Lokalreaktionen wie Schwellung, Verfärbung und Krustenbildung muss gerechnet werden. Diese obligaten Folgeerscheinungen heilen nach mehreren Wochen ab.
Für die Behandlung hormonbedingter Pigmentierungen sind Peelings nicht geeignet.

Nach einem Trichloressigsäurepeeling sollten sie mehrmals täglich das Gesicht kühl waschen und rückfettenden Salben auftragen. Bei einem Phenolpeeling ist das Gesicht für mehrere Tage mit einem Verband abgedeckt und bedarf keiner äußeren Behandlung. In der Heilungsphase muss eine medikamentöse Prophylaxe gegen Fieberblasen eingenommen und mechanische Irritationen sowie Duftstoffe vermieden werden. Nach der Abheilung ist konsequenter Sonnenschutz für mindestens ein halbes Jahr einzuhalten.

Welche Komplikationen können auftreten?
Beim Fruchtsäurepeeling treten praktisch keine nachhaltigen Komplikationen auf. Verläuft bei tieferen Peelings die Abheilung verzögert, kann es zu überschießenden Narbenbildungen und hartnäckigen Rötungen kommen, die oft nur durch Kortison beherrschbar sind.

(Quelle: Österreichische Gesellschaft für Dermatochirurgie)