RHEUMA

HAUT UND RHEUMA

Definition

Unter dem Sammelbegriff Rheuma werden heute Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates mit unterschiedlichsten Ursachen, Verläufen und Therapieansätzen zusammengefasst. Sie können als Systemerkrankungen in unterschiedlichem Umfang die Haut miteinbeziehen oder die Hautveränderungen überlagern vollständig die rheumatischen Affektionen.

Diese als Dermatitis-Arthritis-Syndrome (DA-Syndrome) bezeichneten Krankheitsbilder können auf Grund ihrer großen Vielfalt nicht als einheitliche Krankheitsgruppe angesprochen werden. Die Hauterscheinungen selbst sind häufig unspezifischer Natur, können aber auch so charakteristisch sein, dass sie einerseits bereits eine Verdachtsdiagnose erlauben und andererseits als Hauptkriterium oder „Leitsymptom“ einer rheumatischen Erkrankung zu verwerten sind.

Dies gilt beispielsweise für die Psoriasis Arthritis, für die Haut- und Schleimhautveränderungen des Reiter-Syndroms, für den M. Behçet aber auch für einige Krankheitsbilder aus dem Formenkreis der Autoimmunerkrankungen, das Sweet-Syndrom und Erkrankungen aus der Gruppe der Gefäßentzündungen.

Diese Symptome bzw. Erkrankungen gilt es zu kennen um zu einer sicheren Diagnose zu kommen.